Dauerhafte Einträge
Das Institut Kunst und öffentlicher Raum erarbeitet Methoden und Werkzeuge, entwickelt Strategien und
Handlungsformen zur aktiven Gestaltung gesellschaftlicher Zustände.
Die Gesellschaft organisiert sich in Handlungsräumen, die sich zeitlich und personell verorten. Der Zustandsraum ist in
ständiger Veränderung. Eine relevante Beteiligung verlangt Beweglichkeit, interdisziplinäres Arbeiten,
künstlerisches Forschen, projekt- und praxisorientiert.
Arbeiten vor Ort an 1:1 Modellen, Karthographie,
Publikation, Aktion.
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Donnerstag, 26. Juli 2007
Vom 30.7.2007 bis 3.8.2007
werden in Berlin städtische Erscheinungen von Ehren- und Mahnmalen untersucht. Programmpunkte sind u.a. Sozialistische
Denkmale, KZ Sachsenhausen in Oranienburg, Graffiti in Berlin, das Holocaust-Mahnmal, Mauer und Topographie des Terrors,
Bundesministerium der Verteidigung und die Clara-Schumann-Radiostation, Filmprogramm mit Diskussion.
Es finden Gespräche und Vorträge statt mit Nina Möntmann (Kunst als sozialer Raum), Godehard Janzig (Kunsthistoriker,
Experte für Denkmäler) und Jason Danziger.
→ "Raumtaktik-Exkursion Berlin: Ehrenmale / Mahnmale" vollständig lesen
Sonntag, 27. Mai 2007
 (Aus: Peter Wendl: Involvieren -
Evolvieren: Der Umgang mit der Karte)
Durch die beiden Zustände, die ein Faltplan anzunehmen imstande ist (gefaltet – ungefaltet), ermöglicht er während
seiner Verwendung zwei Handlungen mit entsprechend gegensätzlicher Wirkung. Das Ereignis des Zusammenfaltens wirkt
involvierend, das Ereignis des Entfaltens evolvierend. Und dies sowohl in Bezug auf die Karte, als auch in Bezug auf
ihren Nutzer.
→ "Involvieren - Evolvieren" vollständig lesen
Donnerstag, 22. Februar 2007
Arbeitsbereich für zeitgenössische Meta-Anwendung konstruktiver Handlungsabläufe der AdBK Nürnberg,
Unterabteilung des Institutes für Kunst im öffentlichen Raum bei Prof. Georg Winter
Ausschreibung
Die neugegründete Unterabteilung der Klasse für Kunst im öffentlichen Raum (urban-research-institute.org), kurz
AZEMKHA, lädt Schüler aller Nürnberger Gymnasien ( Kollegstufe, Leistungskurs Kunst ) zu kostenlosen
Beratungsgesprächen und nach Auswahlverfahren zur Teilnahme an einem handlungspraktisch orientierten Projektseminar
ein. In Aussicht stehen für alle Teilnehmer: Dokumentation, Publikation, erweiterte Kunstbetrachtung und ausserdem ein
kurzer Einblick in den Alltag einer Kunsthochschule.
Der Geheimteil:
→ "Lehramt - ein Forschungsfeld - ein Ansatz" vollständig lesen
Mittwoch, 31. Januar 2007
Am 31.1.2007 um 16 Uhr wird ein Vortrag Georg Winters über "Körper und Kamera" aus der HGK Zürich in die Mensa der
AdBK Nürnberg übertragen.
Nachtrag:
Die Live Übertragung aus der HGK Zürich in die Mensa der AdBK Nürnberg hat wie geplant stattgefunden. Neben ungefähr
50-60 Vortragsgästen in der Schweiz, konnten auf diese Weise noch 10 - 20 Personen in Nürnberg einen Einblick in Georg
Winters Arbeit tätigen. Die Übertragungstechnologie bestand jeweils aus Beamer und Notebook an beiden Orten, der Ton
aus Zürich wurde über ein Funkmikro erst an die dort installierte PA-Beschallungsanlage gesendet und vom dortigen
Tonmischpult über ein Klinkenkabel in das Notebook gespeist.
Verwendete Software war Skype, in Nürnberg war die Videoquelle eine integrierte iSight Camera, in Zürich haben wir die
3CCD DV-Cam der Klasse verwendet, was wegen des lichtstärken Objektivs eine gute Entscheidung war.
Einen zumindest fragmentarischen Videomitschnitt gibt es, eine Veröffentlichung bleibt jedoch unklar. Die Thematik des
Vortrages (Ukiyo) lässt eine Videokonserve unadäquat erscheinen.
Weitere Informationen folgen nach Rücksprache mit Marc Rammelmüller (Übertragungsteam Zürich) und Florian Tuercke
vom Übertragungsteam Nürnberg.
Freitag, 19. Januar 2007
Arbeit am Text "Arme Schlucker!" von
Georg Winter, aus der Publikation culture insurance no title no reception, erschienen im Salon Verlag.
Der Text findet mit seinem letzten Satz ein angemessenes Ende, im Kontext von Projekt "ZBO-SdM05/2004 - 1500 Jahre
Sonderschutz der UNESCO für 50 zeitgenössische Kunstwerke" ein klares und verständliches Ende.
Der Letzte Satz lautet: "Die dauerhafte Form der Einlagerung von Objekten scheidet jedenfalls auf natürlichem Wege
aus".
Mit dieser Aussage könnte der die Menschheit beherrschende Aufbewahrungszwang, der von unterschiedlichsten Motivationen
bestimmt sein kann, in Frage gestellt werden. Es ist unnatürlich bis unmöglich, manchmal sogar unsinnig, Dinge
dauerhaft einzulagern oder einlagern zu wollen. Wobei mit dauerhaft hier wohl "sehr, sehr lange - in Richtung Ewigkeit
gehend" gemeint ist.
→ "Zum Aufsatz "Arme Schlucker!" von Georg Winter" vollständig lesen
Sonntag, 4. Dezember 2005
Unter dem Motto "shrink it, baby, shrink it!" führten uns die Raumtaktiker Friedrich von Borries und Matthias Böttger drei
Tage lang durch schrumpfende Städte des Ostens.
Durch Abwanderung und rückgängige Bevölkerungszahlen entsteht eine Schrumpfung, die in manchen kleineren Städten
dramatische Ausmaße annimmt. Es bilden sich Löcher im Stadtbild, Stadtzentren werden aufgelöst, Anbindungen an
Versorgungsleitungen werden kompliziert und natürlich werden die vielen Leerstände und Brachen zum Problem, für die
es zwar viel Ratlosigkeit aber wenig gute Vorschläge zu neuer Nutzung gibt.
→ "Shrinking Cities" vollständig lesen
Dienstag, 1. November 2005
Aktuelles Lehrangebot der
Klasse Kunst und öffentlicher Raum im Wintersemester 05/06, Geschichte der Stadt und Architektur in Bezug auf den
öffentlichen Raum
Dozenten: Dr. Friedrich von Borries und Matthias Böttger [LB], raumtaktik
Order to shrink – Deutschland schrumpft
Wie sieht Stadtplanung in Zeiten der Schrumpfung aus?
In einer dreitägigen Exkursion, die uns nach Ostdeutschland führt, werden die Gründe, die Auswirkungen und Probleme
der Städteschrumpfung und des damit einhergehenden sozialen Strukturwandels untersucht; wir sehen verschiedene Arten
der Schrumpfung – also z.B. verschwundene Stadtzentren oder perforierte Stadtbilder.
→ "Shrink it, Baby, Shrink it!" vollständig lesen
Samstag, 29. Oktober 2005
Aus dem Lehrangebot: Geschichte und Theorie der Kunst im öffentlichen Raum
Dozentin: Susanne Jakob [M.A.]
Plastische Lebens- und Handlungsformen, visonäre Architekturprojekte und Urbanismuskritik, konkrete und virtuelle
Lebensentwürfe...
→ "Dwellings for Utopia" vollständig lesen
Samstag, 29. Januar 2005
Dreidimensionales Gestalten
Friedrich Hölderlin sagt:
»Aber das Eigene muss genau so gut gelernt sein wie das Fremde«
Was ist aber das Eigene eigentlich?
Das Eigene, deutlicher im Begriff Eigentum zeigt einen Besitzstand an und leitet sich etymologisch aus Begriffen, wie
eigan ahd. agen (engl. own), „haben« oder »besitzen« her. Die
Eigenheit bzw. Eigenschaft beim Menschen werden als charakterliche Besonderheiten und Wesensmerkmale gesehen, die
Unterscheidungen ermöglichen. Hier erinnere ich an die in der ersten Vorlesung angesprochene Differenz, die Zweiheit,
die Unterschiede möglich macht und Zweifel hervorruft. Ende des 18. Jahrhunderts belebt sich in der Debatte um das
»Genie« der Begriff der Eigenheit aufs neue.
Friedrich Schiller erklärt hierzu, das wir unseren physischen Zustand, der durch die Natur bestimmt werden kann, gar
nicht zu unserem Selbst rechnen, sondern als etwas Auswärtiges und Fremdes zu betrachten hätten. Bestätigt wird die
leibfeindliche Auffassung Schillers durch den Obduktionsbericht vom 9. Mai 1805. Hier lesen wir: »die Lunge ist
brandig, breiartig und ganz desorganisiert, das Herz ohne Muskelsubstanz, die Gallenblase und die Milz unnatürlich
vergrößert, die Nieren in ihrer Substanz aufgelöst und völlig verwachsen." Doktor Huschke, der Leibmedicus des
Weimarer Herzogs fügt noch hinzu: »Bei diesen Umständen muss man sich wundern, wie der arme Mann so lange hat leben
können«. Schiller hatte selbst davon gesprochen, dass es der Geist sei, der sich seinen Körper baut. Der Idealismus
versuchte über den Geniekult, die Begeisterung, Be-Geisterung wörtlich genommen, begrenzte und beschwerliche
körperliche Eigenschaften und Bedingtheiten zu erweitern.
→ "Körperkartographie" vollständig lesen
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