Das urban-research-institute lädt ein zur Langen Nacht der Wissenschaften am 24.10.2009 ab 18.00 Uhr (Vorträge ab
20.30 Uhr).
In kurzen Vorträgen werden Mitglieder des URI zu Fragen der (künstlerischen) Forschung behandeln.
Die "fröhliche Forschung", die das Institut an diesem Abend betreibt, definiert sich durch eine Synthese spielerischer
Mittel, origineller Sichtweisen und individueller Strategien. Wichtig ist hierbei nicht die ins Unendliche
diffundierende Analyse, sondern vielmehr die Synthese, die Hervorbringung tatsächlicher Ergebnisse, Bilder und
Haltungen.
Der interdisziplinäre Ansatz des Instituts schlägt sich in der Bandbreite der Tätigkeitsbereiche nieder und bezieht
den geneigten Besucher mit in die praktische Forschung ein. (Keine Angst: kein Mitmachzwang!). So wird es im Laufe der
Nacht eine Live-Performance geben, die Abwanderung/Abwanderungsdrohungen/Abwanderungsstrategien aufgreift und
interpretiert. Der interessierte Besucher wird animiert, die eigene Wahrnehmung als Grundlage für subjektive Forschung
zu begreifen.
Die "Abwanderung" von gesellschaftlich/kulturell/wirtschaftlich wichtigen Gruppen ist zu einem gängigen Mittel der
Interessensdurchsetzung geworden. Wenn immer es beispielsweise ethische Bedenken gegen Forschungsinteressen gibt, wird
die Zukunftsfähigkeit des ganzen Landes in die Waagschale geworfen. Das potentielle know-how als Wucherzins in der
Diskussion um die Grundlagen der Gesellschaftsbildung und deren ethische Ausrichtung. Ein Gegeneinander-Aufwiegen von
Forschungsinteressen und Werten. Damit einhergehend: Das Bild des Forschers. Gibt es noch das Universalgenie? Was ist
aus der Alchimie geworden? Wie funktioniert die Vermittlung wissenschaftlicher Visionen und Utopien? Fortschritt ist
Posititonsveränderung ohne Ortswechsel. Der geistige Raum wird an diesem Abend ausgeleuchtet und bespielt.